BRIDE NIGHT | DER WEDDINGTALK | HOCHZEITSFOTOGRAFIE



In diesem Blogbeitrag habe ich Jac von Jacphotography zu meinem Weddingtalk eingeladen.

Seit 4 Jahren kenne ich Jac bereits durch die Hochzeitsbranche und habe durch dieses Interview trotzdem noch so viel neues über sie erfahren. Sie ist eine richtige Powerfrau, neben der Fotografie, arbeitet sie auch als Mentorin und Coach für angehende Fotografinnen.

Sie hat mir in unserem Gespräch verraten, wie sie aus ihrem Hobby ihren Beruf kreiert hat, was ihr fotografisches Traumprojekt wäre, welche Momente ihr im Business am meisten Spaß machen und noch vieles mehr!

Es lohnt sich bis zum Ende zu lesen, denn Jac teilt ihren ultimativen Geheimtipp für zukünftige Brautpaare!



INHALTE


Stelle dich gern kurz vor!

Wie kam es dazu, dass du dein Hobby zum Beruf gemacht hast?

Was wäre dein Traumprojekt, welches du gern fotografisch begleiten würdest?

Wie läuft ein Hochzeitsshooting bei dir ab? Gibt es ein Probeshooting und wie ist das Kennenlernen?

Was sind deine absoluten No-Gos bei der Hochzeitsfotografie?

Hast du noch einen ultimativen Tipp, bevor sich ein Brautpaar auf die Suche nach dem passenden Hochzeitsfotografen macht?

Du bist auf einem hart umkämpften Markt unterwegs. Was macht dich so erfolgreich?

Was macht dir an deinem Beruf am meisten Spaß?

Was gefällt dir weniger gut?

Welche Geheimtipps hast du für zukünftige Brautpaare?





STELLE DICH GERN KURZ VOR!


Hi, mein Name ist Jac. Jennifer Anna Carina. Ich bin 33 Jahre alt, Mama von einer wunderbaren 4-jährigen Tochter und einem Bonus-Sohn, wie ich es gern nenne. Ich lebe mit meiner kleinen Familie, also meinem Partner, meiner Tochter und meinem Hund in Detmold und ich bin hauptberuflich Hochzeitsfotografin und Coach für andere Hochzeitsfotografen.


WIE KAM ES DAZU, DASS DU DEIN HOBBY ZUM BERUF GEMACHT HAST?


Ich bin wegen meinem früheren Modeblog, den ich im Jahr 2011 gestartet habe, zur Fotografie gekommen. Ich habe mich von anderen Bloggern inspirieren lassen und dann selber damit angefangen Blogposts zu verfassen.

Anfangs habe ich ganz random Outfits abfotografiert und irgendwann kam dann der Anspruch das Ganze etwas professioneller zu machen. So wurde die Fotografie in meinem Leben immer präsenter. Dadurch habe ich dann gemerkt, dass mir das richtig viel Spaß macht. Also habe ich Praktikas bei verschiedenen Fotografen gemacht. Letztendlich habe ich mich dann aber gegen eine Ausbildung zur Fotografin entschieden – weil das was ich gesehen habe, nicht das Fotografieren war, was mich daran gereizt hat. Ohne darüber jetzt wertend zu sprechen, aber ein Fotostudio Mitten in der Stadt, wo Leute ein und aus gehen um Passfotos zu machen war für mich nie erstrebenswert. Ich wollte durch die Fotografie wirklich in Kontakt mit Menschen treten.

Ich habe dann eine andere Berufsausbildung angefangen, habe meinen Blog dann aber nebenbei immer weiter ausgebaut.

Später habe ich Fotowalks mit anderen Fotografen und Models organisiert,

man hat sich zum Shooten getroffen und bei Instagram connected.

Dann war die Leidenschaft so groß, dass alles andere in den Hintergrund gerückt ist,

ich war in meinem erlernten Beruf sehr unglücklich und so entschied ich mich dann mein Hobby zum Beruf zu machen.


WAS WÄRE DEIN TRAUMPROJEKT, WELCHES DU GERN FOTOGRAFISCH BEGLEITEN WÜRDEST?


Das ist eine richtig schöne Frage. Vor 2 Jahren war dieser Traum eine Auslandshochzeit die ich fotografieren wollte und dann ist dieser Traum für mich in Erfüllung gegangen. Ich durfe ein Paar in die Karibik begleiten und auch eine Hochzeit in Italien fotografieren! Super cool, fände ich es, wenn ich noch eine Hochzeit begleiten könnte, nur mit dem Brautpaar und der Traurednerin alleine in den Bergen.


WIE LÄUFT EIN HOCHZEITSSHOOTING BEI DIR AB? GIBT ES EIN PROBESHOOTING UND WIE IST DAS KENNENLERNEN?


Ich beziehe das jetzt mal auf Ganztags-Reportagen. Da ist es mir besonders wichtig, das Brautpaar persönlich kennenzulernen. Die Brautpaare suchen einen Fotografen nicht nur nach den Bildern aus, sondern auch nach der Persönlichkeit. Die Chemie muss stimmen. Gerade wenn man die Hintergrund-Geschichte eines Paares kennt, dann kann man Momente nochmal anders festhalten. Man hat dann auch einfach eine ganz andere Verbindung zu den Personen. Das Probeshooting ist bei mir immer inklusive, das dient im Prinzip dazu, damit das Paar meine Arbeitsweise kennenlernt. Mein Ziel ist es damit für Entspannung zu sorgen, damit sich die beiden vor der Hochzeit keine Sorgen darum machen müssen, weil sie mich und meine Arbeit schon vorher erlebt haben. Das Hochzeitsshooting sollte meiner Meinung nach für Paare eine Art „Auszeit“ sein. Das ist der einzige Moment wo die beiden sich mal rausziehen können und wo mal keiner von den beiden etwas möchte. Wie läuft es ab? „Wir verbringen eine geile Zeit & machen nebenbei ein paar hammer Fotos“ – Das sind meine Shootings. Ungezwungen und locker.


WAS SIND DEINE ABSOLUTEN NO GO’S BEI DER HOCHZEITSFOTOGRAFIE?


Gratulationen im Standesamt sind definitiv nicht meine Favorites. Ich empfehle den Paaren auch immer die Gratulationen nach Möglichkeit eher immer nach draußen zu verschieben, denn dann ist die Belichtung viel schöner, es wirkt direkt heller und freundlicher, anstatt das Ganze in so einem dunklen Standesamt abzufotografieren. Was das Verhalten von Fotografen angeht, finde ich Aufdringlichkeit an dem Tag absolut unpassend! Sich an dem Tag in den Mittelpunkt zu stellen, geht in meinen Augen gar nicht. Ganz nach dem Motto „Sich beim Ringtausch unter das Paar legen“, wegen den verschiedenen Perspektiven. Ich finde als Fotografin ist es an dem Hochzeitstag mein Job natürlich präsent zu sein, aber mich dennoch im Hintergrund zu halten. Bescheidenheit ist hier das Stichwort!


HAST DU NOCH EINEN ULTIMATIVEN TIPP, BEVOR SICH EIN BRAUTPAAR AUF DIE SUCHE NACH DEM PASSENDEN HOCHZEITSFOTOGRAFEN MACHT?


Der Bilderstil eines Fotografen muss dem Paar natürlich gefallen. Die Bilder bleiben ein Leben lang. Die Chemie muss passen, man muss sich wohl fühlen mit der Person. Man ist dem Paar an dem Tag so nah, bei den intimsten Momenten. Bei Tränen, Freude und Glücksmomenten und da muss schon eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut werden, damit sich die Paare komplett fallen lassen können. Das ist mir bei einer Zusammenarbeit sehr wichtig.





DU BIST AUF EINEM HART UMKÄMPFTEN MARKT UNTERWEGS. WAS MACHT DICH SO ERFOLGREICH?


Erst einmal danke dir für das Kompliment. Ich sage dir ganz ehrlich: „5% ist Hirn und 95% ist Beständigkeit“ und wenn ich eins in meiner Selbstständigkeit gelernt habe, dann ist es, dass sich die Beständigkeit auszahlt. Wenn man für etwas brennt, dann macht man das aus dem Herzen raus und das ist ganz simple mein Erfolgsrezept! Ich habe in meinen 10 Jahren Selbstständigkeit so viele Hochzeitsfotografen kommen und gehen sehen und deswegen ist Beständigkeit sooo wichtig.


WAS MACHT DIR AN DEINEM BERUF AM MEISTEN SPASS?


Die Beziehung zu den Menschen! Die Paare an diesem Tag zu begleiten, die Freude und die komplette Gefühlspalette mitzuerleben. Momente des glücklich seins für die Ewigkeiten einzufangen und festzuhalten und somit eine Erinnerung für die Menschen zu schaffen. Ich sehe es so: Das Brautkleid zieht man einmal an, das Essen wird aufgegessen, die Blumen verwelken und was für immer bleibt sind – Die Bilder!


WAS GEFÄLLT DIR WENIGER GUT AN DEM BERUF?


Die Nacharbeit. Viele Menschen sehen leider nicht, woraus sich die komplette Arbeit zusammensetzt. D.h. die 12-stündige Hochzeitsbegleitung ist nicht das Einzige, in was man Zeit investiert. Natürlich setzt sich das Ganze dann auch noch daraus zusammen, dass die Bilder aussortiert werden müssen und glaub mir, wenn man 12 Stunden fotografiert, dann kommt da so einiges an Bildmaterial zusammen. Dann bearbeite ich die Bilder im Anschluss professionell nach und das ist eine immense Stundenanzahl die man in jede Hochzeit reinsteckt. Für die komplette Nacharbeit würde ich einen Zeitaufwand von zusätzlich 1 ½ - 2 Tagen schätzen. Ich finde es schade, dass viele das nicht sehen. In Summe würde ich sagen, dass mich am meisten der Faktor stört, dass ich so viel Zeit gegen Geld tausche. Jetzt wo man eine Familie hat, weiß man das natürlich nochmal viel mehr wertzuschätzen und möchte so viel Zeit wie möglich mit den Liebsten verbringen und das lässt sich dann manchmal eben schwer vereinbaren.



WELCHE GEHEIMTIPPS HAST DU FÜR ZUKÜNFTIGE BRAUTPAARE?


Sich Zeit für sich selbst zu nehmen und nach dem Herzen zu gehen. Viele verlieren sich in der Hochzeitsplanung zu sehr im Trendmarkt, d.h. man setzt sich durch den Vergleich von anderen Hochzeiten zu sehr unter Druck und versucht es dann besser, schöner, pompöser usw. als die anderen zu machen und setzt sich dann auf diese Weise zu sehr unter Druck und das lenkt dann vom wesentlichen ab. Ich denke hierbei ist es sehr wichtig, einfach den Fokus als Paar zu behalten und sich ganz klar darauf zu konzentrieren was man wirklich möchte und nicht was z.B. die Gesellschaft von einem erwarten würde etc. Das ist mein Geheimtipp an alle zukünftigen Brautpaare!






Vielen Dank liebe Jac für deine Zeit!

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Ladies, ich hoffe das euch dieser Beitrag gefallen hat. Lasst es mich gern wissen! :)